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solingen ist eine stadt, die von inneren spannungen ihrer struktur
lebt. eine stadt, der man in vielen details anmerkt, dass dinge,
die schon vor langer
zeit gewichen sind, nach wie vor zum selbstverständnis und auf eine abwesende weise
zum stadtbild gehören.
bewegend ist für uns die suche nach den überresten der architektur
einer neuen zukunft nach der zerstörung des stadtkerns im
II. weltkrieg. stellvertretend hierfür ist das berühmte beispiel der clemenskirche, deren türme symbolisch für den verlust stehen,
und gleichermaßen den beginn einer neuen zukunft markieren. die solinger identität begründet sich in diesem spannungsfeld aus
auf den ersten blick gegensätzlichen einflüssen. das tal der wupper, hofschaften, schleiferkotten; auf der anderen seite strukturen
aus backstein und beton. sie hat vieles zu tun mit dem bewahren von althergebrachtem
und dem auffrischen beinahe verschütteter
traditionen, genauso wie mit wandel und
verlust. diese identität der stadt wird empfunden und gelebt, ist jedoch nur schwer
in
worte zu fassen.


































